23. März 2026

Promotion von Serena Maria Arghittu

Ein Blick auf die Zelloberfläche

Serena Maria Arghittu aus der Forschungsgruppe von FIAS-Senior-Fellow Roberto Covino verteidigte im März erfolgreich ihre Doktorarbeit. Sie untersuchte, wie sich Proteine an der Zelloberfläche als Reaktion auf ihre lokale Umgebung selbst regulieren.

Mithilfe von Molekulardynamik-Simulationen, grobkörniger Modellierung und Deep-Learning-Ansätzen erforschte Arghittu, wie Glykane, Lipide und die molekulare Organisation das Verhalten von Proteinen auf verschiedenen Skalen beeinflussen. Insbesondere ihre Arbeit zum MET-Rezeptor - wichtig für verschiedene Signalwege in Zellprozessen - zeigte, dass N-Glykane keine passiven Verzierungen sind, sondern aktive strukturelle Regulatoren, die die Konformationen des Rezeptors beeinflussen, Zustände begünstigen, in denen eine Ligandenbindung möglich ist, und unerwünschte Wechselwirkungen verhindern. 

Arghittus Ergebnisse stützen eine umfassendere Sichtweise auf die Zelloberfläche als dynamische, sich selbst regulierende Schnittstelle.

Die Abbildung zeigt die Ligandenbindungsdomäne des MET-Rezeptors mit seinen N-Glykanen. Die grünen und rosa Glykane verbinden die SEMA- und Ig1-Domänen und veranschaulichen damit einen zentralen Mechanismus der glykanvermittelten Rezeptorregulation. 

Die Ligandenbindungsdomäne des MET-Rezeptors mit ihren N-Glykanen. Die grünen und rosa Glykane verbinden die SEMA- und Ig1-Domänen miteinander und veranschaulichen damit einen zentralen Mechanismus der glykanvermittelten Rezeptorregulation.