Camile Fraga Delfino Kunz verteidigte heute erfolgreich ihre Doktorarbeit in Bioinformatik an der Goethe-Universität Frankfurt. In ihrer Arbeit bei FIAS-Fellow Franziska Matthäus untersuchte sie, wie komplexe biologische Muster – wie sie beispielsweise der Bildung von Haarfollikeln und Federknospen zugrunde liegen – aus dem Zusammenspiel zweier grundlegender Mechanismen entstehen: diffusionsgetriebene Instabilität und Chemotaxis. Während jeder dieser Prozesse unabhängig voneinander räumliche Strukturen erzeugen kann, konzentrierte sich ihre Arbeit darauf, aufzudecken, welche neuen Verhaltensweisen entstehen, wenn beide Mechanismen in einem einzigen mathematischen Modell gekoppelt werden.